Womit kannst du als E-Fahrer rechnen? Dieser Beitrag wird wöchentlich aktualisiert — aktuellste Einschätzung immer oben.
KW 24 · 14. Juni 2026
Liebe E-Auto-Fahrerinnen und -Fahrer, die Ereignisse am THG-Quotenmarkt haben sich in den letzten sieben Tagen drastisch zugespitzt. Wenn du dich fragst, ob du deine Prämie jetzt sichern oder lieber noch abwarten solltest, liefern wir dir hier die ungeschminkte Wahrheit. Wir sehen derzeit ein historisch einmaliges, aber extrem kurzes Zeitfenster: Während die realen Marktwerte im Keller stagnieren, überbieten sich die Portale im Kampf um Marktanteile mit subventionierten Tarifen. Wer jetzt zögert, riskiert, im Sommer leer auszugehen.
🎈 Die absurde Premium-Blase: Warum die Portale jetzt Geschenke verteilen
Die Schere zwischen Großhandel und Endkunde klafft historisch weit auseinander
Im Großhandel herrscht derzeit nackte Tristesse. Der Spot-Quotenpreis für CO2-Zertifikate stagniert in dieser Woche auf einem historischen Tiefstand von 112,50 Euro pro Tonne CO2. Da dein Elektroauto (Klasse M1) im Quotenjahr 2026 gesetzlich mit rund 746 Kilogramm CO2-Einsparung bewertet wird, beträgt der echte, ungeschminkte Marktwert deines Zertifikats gerade einmal mickrige 83,93 Euro.
Wenn du das mit dem aktuellen Bestpreis vergleichst, den du oben in unserer Ampel siehst, fällt dir sofort der phänomenale Unterschied auf. Die Vermittlerplattformen zahlen dir derzeit ein Vielfaches des eigentlichen Marktwertes aus. Sie subventionieren die Tarife massiv aus eigenen Marketing- und Risikobudgets, um im harten Verdrängungswettbewerb Kunden zu gewinnen. Eine aktuelle Analyse von McKinsey & Company vom 11. Juni belegt diesen Zustand: Während die Portale Spitzenwerte garantieren, kalkuliert die Mineralölindustrie intern für das dritte Quartal nur noch mit einem realen Großhandelspreis von 245 Euro pro Tonne – die künstliche Preisblase steht vor dem Platzen.
⏳ Der UBA-Gebührenschock: Warum du länger auf dein Geld warten musst
Neue Behörden-Gebühren bremsen den Auszahlungsprozess massiv aus
Nachdem das neue THG-Gesetzespaket am 7. Juni offiziell in Kraft getreten ist, folgte in dieser Woche der administrative Paukenschlag: Das Umweltbundesamt (UBA) hat seine Vollzugshinweise aktualisiert. Für alle Anträge, die seit dem 17. April eingereicht wurden, erhebt die Behörde nun saftige Bearbeitungsgebühren von bis zu 6.500 Euro pro Bescheid.
Um diese enormen Fixkosten pro Einreichung nicht an dich weitergeben zu müssen, sind die THG-Plattformen gezwungen, Anträge monatelang zu sammeln und nur noch in gigantischen Tranchen beim Amt vorzulegen. Für dich als E-Autofahrer bedeutet das im Klartext: Die Wartezeit auf deine Auszahlung verlängert sich spürbar. Aktuell arbeitet das UBA ohnehin erst Anträge ab, die bis zum 11. Februar eingegangen sind.
Vorsicht vor der versteckten Vertragsfalle!
Durch den Antragsstau und blockierte Gelder der Ölkonzerne geraten kleinere THG-Anbieter zunehmend in Liquiditätsnot. Erste Plattformen versuchen nun trickreich, sich abzusichern, indem sie Verträge in Kundenportalen heimlich auf automatische Laufzeiten bis Ende 2027 umstellen. Achte bei der Wahl deines Anbieters im THG Quoten Vergleich unbedingt auf transparente, einjährige Laufzeiten!
🌊 Zulassungs-Tsunami: Die Zertifikate-Schwemme rollt an
Der historische Boom bei den Neuzulassungen drückt die Preise
Die in dieser Berichtswoche ausgewerteten KBA-Zulassungsdaten zeigen einen beispiellosen Hochlauf der Elektromobilität in Deutschland. Allein im Mai wurden fast 60.000 reine Elektroautos (BEV) neu zugelassen – ein massiver Zuwachs von 39,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit war im Mai jedes vierte neu zugelassene Auto rein elektrisch unterwegs. Spitzenreiter ist nicht mehr das Tesla Model Y, sondern der brandneue Škoda Elroq.
Für den THG-Markt bedeutet dieser Boom jedoch eine extreme Belastungsprobe. Bis Ende Mai wurden in diesem Jahr bereits über 283.000 neue Elektrofahrzeuge registriert. Diese gewaltige Welle flutet den Markt in den kommenden Wochen mit einer gigantischen Menge neuer privater Zertifikate. Da gleichzeitig die Mineralölkonzerne dank billiger Erfüllungsoptionen wie HVO-Biodiesel kaum noch Kaufdruck verspüren, trifft ein riesiges Angebot auf eine fast nicht vorhandene Nachfrage.
⚖️ Gesetzliche Weichenstellung und die 2027-Klippe
Der Bundestag beschließt CO2-Budgets – doch das dicke Ende droht erst noch
Am Donnerstag, den 11. Juni, hat der Bundestag in namentlicher Abstimmung die neue Jahresemissionsgesamtmengen-Verordnung verabschiedet. Die absoluten CO2-Budgets für Deutschland sinken damit schrittweise bis zum Jahr 2040. Parallel dazu schreibt das seit dem 7. Juni aktive Zweite Gesetz zur Weiterentwicklung der THG-Quote den gesetzlichen Minderungspfad für die Kraftstoffindustrie radikal vor: von 12 Prozent im laufenden Jahr bis auf stolze 59 Prozent im Jahr 2040.
Doch obwohl diese langfristigen Ziele den Markt stützen sollten, droht kurzfristig ein massiver Dämpfer: Für das Verpflichtungsjahr 2027 kündigt sich ein schwerer Preisschock an. Ein riesiger, aufgestauter Quotenüberhang von bis zu 11,4 Millionen Tonnen CO2 aus alten UER-Projekten und asiatischen Importen wird ab 2027 wieder voll auf den Markt gelassen. Entsprechend nervös reagieren die Händler: Im Großhandel notieren die Terminkontrakte für das Jahr 2027 bereits heute im Keller.
Diese Einschätzung ist unverbindlich und stellt keine Finanzberatung dar.
Frühere Updates
KW 23 · 7. Juni 2026
Liebe E-Auto-Fahrerinnen und -Fahrer, die Ereignisse am THG-Quotenmarkt haben sich in den letzten sieben Tagen dramatisch zugespitzt. Wenn du dich fragst, wie sich die rechtlichen und marktseitigen Entwicklungen dieser Woche auf deine Prämie auswirken, liefern wir dir hier die ungeschminkte Wahrheit. Wir sehen derzeit ein historisch enges Zeitfenster: Auf der einen Seite stehen neue, extrem strenge Gesetze und ein massiver Zulassungsboom, auf der anderen Seite droht durch das gigantische Angebot ein rapider Preisverfall.
⚖️ Gesetzliche Zeitenwende: Das 2. THG-Quoten-Gesetz ist offiziell in Kraft
Am heutigen Sonntag, den 7. Juni 2026, ist das “Zweite Gesetz zur Weiterentwicklung der Treibhausgasminderungs-Quote” (2. THGMQWG) offiziell in Kraft getreten. Nach der Unterzeichnung durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am 1. Juni und der Verkündung im Bundesgesetzblatt am 5. Juni (BGBl. 2026 I Nr. 163) ist die größte regulatorische Reform des Quotenmarktes nun rechtskräftig. Das Gesetzgebungsverfahren (BT-Drucksache 21/4083) ist damit formal abgeschlossen.
Harte Kontrollen gegen Importbetrug
Das neue Gesetz bringt fundamentale Änderungen, die den Markt bereinigen sollen. Besonders im Fokus steht der neue § 4b der 38. BImSchV, der unangekündigte Vor-Ort-Kontrollen (Witness-Audits) in globalen Produktionsanlagen vorschreibt. Damit wird das Schlupfloch für gefälschte asiatische Biodiesel-Importe endgültig geschlossen, was die Marktintegrität langfristig wiederherstellen soll. Zudem wird die gesetzliche Frist zur Quotenmitteilung dauerhaft vom 15. April auf den 1. Juni des Folgejahres verschoben, und es greift eine lückenlose Pflicht zur Eintragung aller Transaktionen in die europäische Unionsdatenbank (§ 37i BImSchG).
📈 Rekordmonat Mai: Elektro-Welle flutet den Markt
Flankiert wird diese politische Dynamik von brandneuen Rekorddaten des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA), die am 3. Juni 2026 veröffentlicht wurden. Im Mai wurden in Deutschland exakt 59.969 reine Elektroautos (BEV) neu zugelassen – ein massives Plus von +39,3 % im Vergleich zum Vorjahresmonat. Damit erreichte der reine Elektro-Anteil an den Gesamtneuzulassungen einen historischen Mai-Bestwert von glatten 25,0 %. Jeder vierte Neuwagen in Deutschland fährt somit mittlerweile rein elektrisch.
Großhandel unter massivem Angebotsdruck
Für dich als E-Auto-Besitzer bedeutet das: Das Angebot an THG-Zertifikaten wächst rasant an. Im Hintergrund baut sich durch die starken Frühjahrsmonate ein gigantischer Zertifikate-Berg auf. Sobald das Umweltbundesamt (UBA) diese Mengen im Sommer freigibt, droht eine massive Überschwemmung des Spotmarktes. Da die Mineralölkonzerne sich im Großhandel extrem defensiv verhalten und billiges HVO (Hydrotreated Vegetable Oil) als Erfüllungsalternative nutzen, ist der reale OTC-Großhandelspreis bei mageren 112,50 Euro pro Tonne CO2 eingefroren.
Dass die Angebote im aktuellen THG Quoten Vergleich dennoch stabil geblieben sind und Vermittler wie Tronity oder Fairnergy ihre Tarife im Juni-Wettbewerb vereinzelt sogar leicht nach oben angepasst haben, liegt an einem künstlich gestützten Plateau. Die Plattformen subventionieren die Tarife derzeit massiv aus eigenen Marketing-Budgets, um Marktanteile zu sichern. Das ist ein extrem enges Zeitfenster, das sich bald schließen wird.
🇪🇺 Sinkende CO2-Preise & europäische Weichenstellungen
Auch von den europäischen Energiemärkten kommen in dieser Woche dämpfende Signale. Der europäische CO2-Referenzpreis (EUA-Future) an der ICE Endex zeigte in der ersten Juniwoche eine kontinuierliche Abwärtstendenz und schloss am Freitag, den 5. Juni 2026, bei 76,94 EUR pro Tonne CO2 – ein spürbarer Verlust von 4,57 % im Vergleich zur Vorwoche.
EU ETS II und nationale Preispfade
Im nationalen Emissionshandel (nEHS) steht für das laufende Jahr der maßgebliche Preis für Abrechnungen bei 60,00 EUR/t CO2 fest. Auf europäischer Ebene wurde zudem die formale Verschiebung der Abgabepflichten im neuen EU ETS II auf den 1. Januar 2028 gesetzlich verankert (Verordnung EU 2026/667). Dies nimmt kurzfristig den akuten regulatorischen Druck von den Kraftstoffanbietern, was die Nachfrage nach sofortigen Zertifikatskäufen im Großhandel weiter dämpft.
Diese Einschätzung ist unverbindlich und stellt keine Finanzberatung dar.
KW 22 · 31. Mai 2026
Liebe E-Auto-Fahrerinnen und -Fahrer, die Ereignisse am THG-Quotenmarkt haben sich in den letzten sieben Tagen dramatisch zugespitzt. Wenn du dich fragst, warum die Stimmung im Großhandel trotz steigender CO2-Preise im europäischen Emissionshandel extrem angespannt bleibt, liefern die aktuellen Entwicklungen dieser Woche die ungeschminkte Wahrheit. Wir sehen derzeit ein historisch enges Zeitfenster: Auf der einen Seite stehen exzellente Konditionen im Endkunden-Vergleich, auf der anderen Seite braut sich im Hintergrund durch billige Erfüllungsalternativen der Mineralölkonzerne ein handfester Preissturz zusammen.
⚖️ Gesetzlicher Paukenschlag: RED-III-Reform besiegelt das Ende der Doppelanrechnung
Die Tinte unter der neuen Gesetzgebung ist endgültig trocken: Das “Zweite Gesetz zur Weiterentwicklung der Treibhausgasminderungs-Quote” hat nach dem Verzicht des Bundesrates auf den Vermittlungsausschuss die letzte Hürde genommen. Für dich bedeutet das eine völlig veränderte Marktlage, denn der Gesetzgeber hat die Doppelanrechnung für fortschrittliche Biokraftstoffe rückwirkend zum 1. Januar 2026 gestrichen. Dies löst in diesen Tagen eine massive Verkaufswelle aus: Großhändler fluten den Markt mit Restbeständen, was laut Öko-Institut zu einem zusätzlichen Zertifikate-Überangebot von 1,2 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent im zweiten Halbjahr führen wird.
Gleichzeitig schlägt in der Praxis des Umweltbundesamtes (UBA) die neue Gebührenverordnung voll durch. Für die Prüfung und Bescheinigung von Strommengen erhebt die Behörde ab sofort saftige Gebühren von bis zu 6.500 Euro pro Bescheid. Dies setzt vor allem kleinere Vermittler mit mangelhafter Datenqualität wirtschaftlich massiv unter Druck, da die Gebühren zeitnah fällig werden. Da das UBA zudem weiterhin mit einem gewaltigen Bearbeitungsstau kämpft und aktuell erst Anträge mit dem Eingangsdatum vom 21. Januar 2026 final prüft, müssen sich private E-Auto-Halter auf eine Zertifizierungsdauer von fünf bis sieben Monaten einstellen.
📊 Die große Entkopplung: Rekord-Zulassungen treffen auf Käuferstreik
Hinter den Kulissen des THG-Marktes klafft eine historische Schere: Während der theoretische Spotmarkt-Preis optisch bei 392,50 Euro pro Tonne CO2 verharrt, ist der reale OTC-Großhandelspreis bei mageren 112,50 Euro pro Tonne eingefroren. Dieser extreme Spread von exakt 280,00 Euro zeigt, dass die aktuellen Endkunden-Angebote (den aktuellen Bestpreis siehst du oben in unserer Ampel) künstlich durch den harten Verdrängungswettbewerb der Plattformen hochgehalten werden. Viele Vermittler zahlen derzeit drauf, um Marktanteile zu sichern – ein Zustand, der nicht dauerhaft anhalten kann.
Gleichzeitig rollt eine gigantische Zertifikatswelle auf uns zu. Die finalen KBA-Zahlen für April verzeichnen einen historischen Nachfrageboom von 64.350 BEV-Neuzulassungen (+41,3 % zum Vorjahresmonat), wodurch der Gesamtbestand in Deutschland die Marke von 2 Millionen reinen E-Autos überschritten hat. Erschwerend kommt ein neuer dena-Bericht hinzu: Im ersten Quartal wurden allein 450 GWh Ladestrom von öffentlichen Schnellladern zur Zertifizierung eingereicht. Da dieser Strom mit dem Faktor 3 angerechnet wird, verdrängen diese industriellen Großmengen die privaten E-Auto-Zertifikate im Eiltempo, während die Mineralölkonzerne ihre Pflichtkäufe für das erste Halbjahr abgeschlossen haben und einen faktischen Käuferstreik ausrufen.
🛑 Vorsicht vor AGB-Fallen und der Sommer-Abwärtsspirale
Die Mogelpackung der Kombi-Verträge
Auch wenn der gesetzliche Minderungs-Pfad ab 2027 sprunghaft auf 17,5 % angehoben wird (und langfristig bis 2040 auf 65 % steigt), warnen wir dich in dieser Woche eindringlich vor voreiligen Entscheidungen für das nächste Jahr. Erste Terminmarktschätzungen für 2027 liegen bei ernüchternden 60 bis 110 Euro pro Tonne CO2eq. Verbraucherschützer schlagen Alarm vor sogenannten “Kombi-Verträgen” für 2026 und 2027: Einige Vermittler versuchen, dich mit den aktuell noch hohen Tarifen in zweijährige Laufzeiten zu locken, behalten sich jedoch in den AGB das Recht vor, die Auszahlung für das zweite Jahr einseitig nach unten anzupassen.
Wirkungslose UER-Sperren und alternative Kraftstoffe
Zusätzlicher Druck auf die Quotenpreise entsteht durch den rasanten Hochlauf des paraffinischen Diesels HVO100 an mittlerweile über 400 Tankstellen sowie die geplante Anrechenbarkeit von Biogas-Ladestrom ab 2028. Diese alternativen Erfüllungsoptionen geben den Mineralölkonzernen mächtige Werkzeuge an die Hand, um die Preise für E-Auto-Zertifikate dauerhaft zu drücken. Der Ausschluss von 14 weiteren gefälschten UER-Klimaschutzprojekten in China durch das Bundesumweltministerium verpuffte unterdessen völlig wirkungslos am Markt, da die genannten Biokraftstoff-Abverkäufe das Angebot künstlich überschwemmen.
Diese Einschätzung ist unverbindlich und stellt keine Finanzberatung dar.
Hier geht es zum aktuellen THG Quoten Vergleich.
KW 21 · 24. Mai 2026
Liebe E-Auto-Fahrerinnen und Fahrer,
nachdem in der vergangenen Woche die rechtlichen Rahmenbedingungen der RED III-Richtlinie finalisiert wurden, zeigen die Marktdaten dieser Woche einen extremen Kontrast zwischen Theorie und Praxis. Wenn du dich aktuell fragst, warum die Prämien für E-Autos noch stabil wirken, während die Mineralölkonzerne faktisch im Käuferstreik sind, liefert die Kalenderwoche 21 die klaren Antworten. Wir blicken auf eine Marktdynamik, die schnelles Handeln erfordert.
📉 Die künstliche Preisblase am Großhandelsmarkt
Der THG-Quotenmarkt hat sich in den letzten sieben Tagen sichtbar entkoppelt. Während der theoretische Börsen-Spotpreis bei rund 392,50 Euro pro Tonne CO2 liegt, ist der reale OTC-Großhandelspreis (Over-the-Counter), zu dem tatsächlich nennenswerte Mengen gehandelt werden, bei durchschnittlich 112,50 Euro eingefroren. Dieser extreme Spread von 280 Euro ist ein klares Warnsignal.
Eine aktuelle Analyse von McKinsey & Company bestätigt unsere Beobachtung: Die derzeitigen Spitzenangebote einiger Vermittlungsplattformen spiegeln nicht die reale Zahlungsbereitschaft der Mineralölindustrie wider. Die Industrie kalkuliert für das dritte Quartal 2026 intern nur noch mit 245 Euro pro Tonne CO2. Die hohen Fixprämien, die du aktuell am Markt siehst, resultieren aus einem aggressiven Verdrängungswettbewerb der Anbieter um Marktanteile — teilweise quersubventioniert durch Risikokapital. Diese Blase kann jederzeit platzen.
🌊 Räumungsverkauf und Ladesäulen-Dominanz
Die Fundamentaldaten bauen einen massiven Preisdruck für die zweite Jahreshälfte auf. Das Öko-Institut prognostiziert in einem neuen Arbeitspapier ein Überangebot von rund 1,2 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten für das zweite Halbjahr 2026. Der Grund ist der endgültige, rückwirkende Wegfall der Doppelanrechnung für fortschrittliche Biokraftstoffe. Händler fluten aktuell den Markt mit ihren Beständen, um diese noch rechtzeitig zu Geld zu machen.
Gleichzeitig geraten private E-Auto-Zertifikate zunehmend ins Hintertreffen. Ein Monitoring-Bericht der dena zeigt, dass allein im ersten Quartal 2026 unglaubliche 450 GWh Ladestrom von öffentlichen Schnellladern beim Umweltbundesamt zertifiziert wurden. Da diese industriellen Großkontingente der Ladesäulenbetreiber mit dem Faktor 3 angerechnet werden, verdrängen sie private Quoten massiv. Hinzu kommt der rasante bundesweite Hochlauf von HVO100-Diesel an über 400 neuen Tankstellen, der die Nachfrage der Mineralölkonzerne nach deinen E-Auto-Zertifikaten langfristig dämpft.
⚠️ Achtung vor AGB-Fallen für 2027
Mit der nun verbindlichen Anhebung der THG-Quote auf 17,5 Prozent für das Verpflichtungsjahr 2027 (statt der geplanten 16 Prozent) versuchen viele Anbieter bereits jetzt, sich die Margen der Zukunft zu sichern. Verbraucherschützer warnen in dieser Woche massiv vor versteckten Kombi-Verträgen. Achte genau auf die Laufzeiten der Anbieter und binde dich nicht über mehrjährige Verträge, um im kommenden Jahr flexibel auf Marktveränderungen reagieren zu können.
Diese Einschätzung ist unverbindlich und stellt keine Finanzberatung dar. Aktueller THG Quoten Vergleich.
KW 20 · 17. Mai 2026
Liebe E-Auto-Fahrerinnen und Fahrer,
nachdem in der vergangenen Woche endlich die rechtlichen Rahmenbedingungen für 2026 festgezurrt wurden, richtet sich unser Blick nun voll auf die Marktdynamik. Und hier braut sich ein perfekter Sturm zusammen. Während die Politik in Berlin noch an Feinschliffen zur Betrugsprävention arbeitet, bereiten sich die Großhändler auf einen massiven Angebotsschock vor, der schnelles Handeln erfordert.
🌊 Die KBA-Welle und das Ende der Frühlingsrallye
Die detaillierten Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) für April liegen nun auf dem Tisch und bestätigen das Ausmaß des E-Auto-Booms: Mit exakt 64.350 neu zugelassenen reinen Elektroautos (BEV) – ein Plus von über 41 Prozent zum Vorjahresmonat – steuern wir auf ein gewaltiges Überangebot an Zertifikaten zu. Aktuell notiert der Spotmarkt für THG-Quoten zwar noch bei starken 350 bis 420 Euro pro Tonne CO2. Doch der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) warnt vor falscher Euphorie. Die Mineralölkonzerne agierten Anfang Mai noch als aggressive Käufer, haben ihre Deckungskäufe für das erste Halbjahr nun aber weitgehend abgeschlossen. Teure Restmengen werden strikt gemieden und die Terminkurven für das Jahr 2027 taxieren Zertifikate bereits auf nur noch rund 215 Euro pro Tonne CO2.
🛡️ Politik greift durch: UER-Betrug und PHEV-Absage
Auf politischer Ebene stand diese Woche die Betrugsbekämpfung im Fokus. Der Bundestag fordert ein Veto-Recht für Behörden bei der Benennung von Zertifizierern sowie schärfere strafrechtliche Konsequenzen für Fehlverhalten. Das Umweltbundesamt (UBA) machte direkt ernst und suspendierte in den letzten Tagen 14 weitere fragwürdige UER-Projekte aus China. Diese künstliche Verknappung stützt den aktuellen Spotpreis momentan noch. Zudem erteilte der Umweltausschuss den Forderungen der Autoindustrie, moderne Plug-in-Hybride (PHEV) wieder in die THG-Quote aufzunehmen, eine finale Absage. Es bleibt dabei: Nur dein reines Batterie-Elektroauto ist quotenberechtigt.
🏭 Neue Konkurrenz drückt langfristige Erwartungen
Auch abseits der E-Autos bewegt sich der Markt enorm. Aktuelle Marktberichte zeigen, dass sinkende Preise für HVO (Hydrotreated Vegetable Oil) wie ein Deckel auf dem THG-Quotenpreis wirken. Da HVO für Mineralölkonzerne eine der teuersten, aber verfügbaren Alternativen zur THG-Quote darstellt, weichen sie bei zu hohen Zertifikatspreisen einfach auf diesen Biokraftstoff aus. Gleichzeitig hat der Bundestag in der neuen 38. BImSchV die Unterquote für E-Fuels und Wasserstoff (RFNBOs) bis 2030 drastisch auf 1,5 Prozent angehoben. Diese industriellen Erfüllungsoptionen treten künftig in direkte Konkurrenz zu den Zertifikaten aus der E-Mobilität und dämpfen die Preiserwartungen für die kommenden Jahre.
Diese Einschätzung ist unverbindlich und stellt keine Finanzberatung dar.
Hier geht es zum aktuellen THG Quoten Vergleich.
KW 19 · 10. Mai 2026
Liebe E-Auto-Fahrerinnen und Fahrer,
die Hängepartie ist beendet: Am vergangenen Freitag, den 8. Mai 2026, hat der Bundesrat das neue THG-Gesetz final verabschiedet. Damit haben wir endlich belastbare Spielregeln für das laufende Jahr. Doch während die Politik Klarheit schafft, braut sich auf der Angebotsseite ein Sturm zusammen, der schnelles Handeln erfordert.
🏛️ Bundesrat macht den Weg frei: Die neuen Spielregeln
Mit dem Beschluss der Länderkammer treten weitreichende Änderungen in Kraft – viele davon rückwirkend zum 1. Januar 2026. Positiv für den Quotenpreis: Die Doppelanrechnung für fortschrittliche Biokraftstoffe fällt weg und das endgültige Aus für betrugsanfällige UER-Projekte aus China ist nun rechtskräftig. Das entzieht dem Markt Millionen an billigen Alternativ-Zertifikaten. Ein Wermutstropfen bleibt jedoch: Auf Druck der Verbände bleibt der Dieseltreibstoff der Binnenschifffahrt von der THG-Quote befreit. Hier entgeht dem Markt leider eine erhoffte, große Nachfragequelle.
📈 KBA-Zahlen: Warum eine Zertifikate-Welle droht
Die frischen Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) vom 7. Mai haben es in sich: Allein im April wurden über 64.000 vollelektrische Fahrzeuge (BEV) neu zugelassen – ein massives Plus von über 41 Prozent zum Vorjahresmonat. Was für die Verkehrswende eine fantastische Nachricht ist, birgt für den THG-Quotenmarkt ein Risiko. Diese zehntausenden Fahrzeuge drängen in den kommenden Wochen in die Registrierung beim Umweltbundesamt (UBA). Ab Juni oder Juli flutet somit ein gigantischer Zertifikate-Überhang den Großhandelsmarkt.
Schon jetzt reagieren die Mineralölkonzerne (Quotenverpflichtete) extrem preissensibel. Viele haben ihren Bedarf für 2026 bereits gedeckt. Der OTC-Spotpreis im Großhandel stagniert aktuell auf einem niedrigen Niveau von durchschnittlich 112,50 Euro pro Tonne CO2-Äquivalent. Viele Zwischenhändler versuchen derzeit, ihre Restmengen vor der Sommerflaute loszuwerden, finden aber kaum noch Abnehmer.
⏳ Geduld gefragt: UBA-Gebühren verlängern Wartezeiten
Eine weitere direkte Folge der neuen Gesetzgebung schlägt in dieser Woche bei den Anbietern voll durch: Die massiv erhöhten Gebühren des UBA (bis zu 6.500 Euro pro Prüfantrag) zwingen die THG-Plattformen zu drastischen Sparmaßnahmen. Um die Fixkosten pro Zertifikat zu drücken, werden die eingereichten Fahrzeugscheine nun in wesentlich größeren Tranchen gebündelt. Für dich bedeutet das: Die avisierten Auszahlungsdauern verlängern sich bei vielen Anbietern auf bis zu 12 bis 14 Wochen nach dem UBA-Bescheid. Kleinere Anbieter nehmen teilweise sogar ganz ihre Angebote vom Netz, weil die Margen schmelzen.
Hinweis: Diese Einschätzung ist unverbindlich und stellt keine Finanzberatung dar.
Zum aktuellen THG Quoten Vergleich
KW 18 · 3. Mai 2026
Liebe E-Auto-Fahrerinnen und Fahrer,
nachdem der Bundestag in der Vorwoche das neue THG-Gesetz verabschiedet hat, verlagert sich das Zentrum des legislativen Geschehens nun in die Länderkammer. Am 8. Mai 2026 steht die alles entscheidende Abstimmung im Bundesrat an. Doch während die Politik noch um letzte Details ringt, schafft der Markt bereits harte Fakten: Neue Rekordzahlen bei den Fahrzeugzulassungen und drastische Gebührenerhöhungen beim Umweltbundesamt (UBA) setzen die THG-Angebote stark unter Druck. Wir haben die massive Datenflut der letzten sieben Tage für dich gefiltert und zeigen dir, warum schnelles Handeln jetzt belohnt wird.
🏛️ Bundesrat-Krimi und neue UBA-Gebühren
Der Countdown läuft: Am kommenden Freitag muss der Bundesrat das THG-Gesetz final absegnen. Hinter den Kulissen brodelt es jedoch gewaltig. Der Umweltausschuss der Länderkammer fordert in seiner neuesten Beschlussvorlage überraschend, die strengen Vor-Ort-Kontrollen gegen Biokraftstoff-Betrug bereits auf 2026 vorzuziehen. Die Branche warnt eindringlich vor kurzfristigen Marktverwerfungen.
Gleichzeitig hat das Umweltministerium eine neue Gebührenverordnung in Kraft gesetzt, die den Endkundenmarkt sofort trifft. Das UBA erhebt ab sofort für die Prüfung und Bescheinigung von Strommengen Gebühren von bis zu 6.500 Euro pro Antrag. Dieser neue Kostenblock drückt massiv auf die Margen der THG-Pooler im laufenden Jahr. Erste Auswirkungen zeigen sich bereits in einer beschleunigten Marktkonsolidierung: Mittelständische Anbieter wie GreenQuota-Invest haben sich in dieser Woche komplett aus dem Privatkundengeschäft zurückgezogen.
🚗 Zulassungsboom flutet den Quotenmarkt
Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat am Wochenende die offiziellen April-Zahlen veröffentlicht – und diese haben es in sich. Mit einem Plus von 18,8 Prozent bei reinen Elektroautos (BEV) gegenüber dem Vorjahresmonat wächst das Angebot an THG-Zertifikaten rasant. Dabei gibt es einen historischen Wechsel an der Spitze: Der neue Škoda Elroq hat das Tesla Model Y als beliebtestes E-Auto in Deutschland abgelöst.
Noch brisanter für deine THG-Prämie ist jedoch das unerwartete Comeback der Plug-in-Hybride (PHEV) mit einem satten Zuwachs von über 60 Prozent. Da auch PHEVs über Ladestrom-Anrechnungen in die THG-Bilanz einfließen, bläht dies das Angebot an verfügbaren Strom-Zertifikaten für die Mineralölwirtschaft massiv auf. Wenn im Mai zudem die neue einkommensabhängige E-Auto-Förderung des BAFA startet, wird sich diese Zertifikate-Flut weiter beschleunigen.
📉 Spotmarkt und das saisonale Risiko
Am Spotmarkt sahen wir diese Woche zwar einen leichten Preisanstieg auf 392,50 Euro pro Tonne CO2, doch Branchenverbände wie der BDEW warnen E-Auto-Halter vor falscher Euphorie. Die Mineralölkonzerne agierten in den letzten Tagen als aggressive Käufer, haben ihre Deckungskäufe für das erste Halbjahr nun aber weitgehend abgeschlossen. Sie nutzen das durch die KBA-Zahlen bestätigte hohe Zertifikate-Angebot, um sich frühzeitig einzudecken, meiden aber teure Restmengen.
Zwar wurden am Mittwoch 14 weitere unter Betrugsverdacht stehende UER-Projekte in China offiziell suspendiert, wodurch dem Markt schlagartig rund 1,2 Millionen Tonnen gefälschte CO2-Äquivalente entzogen werden. Die Konzerne decken diesen Nachbedarf jedoch bevorzugt über günstige Großhandelsdeals (OTC) und nicht über teure Endkunden-Zertifikate ab.
Diese Einschätzung ist unverbindlich und stellt keine Finanzberatung dar.
Aktueller THG Quoten Vergleich
KW 17 · 26. April 2026
Liebe E-Auto-Fahrerinnen und Fahrer, die Kalenderwoche 17 markiert einen historischen Meilenstein für die Elektromobilität in Deutschland. Am 23. April hat der Bundestag das lang erwartete Gesetz zur Weiterentwicklung der THG-Quote verabschiedet. Was als politischer Kompromiss begann, wurde in letzter Minute noch einmal deutlich verschärft. Gleichzeitig zeigen die neuesten Zulassungszahlen, warum die Preise im laufenden Jahr trotzdem nicht durch die Decke gehen. Wir haben die massive Datenflut der letzten Tage für dich gefiltert und zeigen dir, wie du dich jetzt positionieren musst.
🏛️ Bundestagsbeschluss: Starke Signale für die Zukunft
Die Tinte unter dem neuen Gesetz ist trocken und die Auswirkungen auf die Marktarchitektur sind gewaltig. Die THG-Minderungsquote wird bis 2040 schrittweise auf ehrgeizige 65 Prozent angehoben – deutlich mehr als die ursprünglich geplanten 59 Prozent. Für den Markt besonders wichtig: Dem massiven Betrug mit gefälschten Klimaschutzprojekten in China (UER-Projekte) wird endgültig der Stecker gezogen. Aktuell werden 45 von 69 dieser Projekte rückabgewickelt, was dem Markt rund 2 Millionen Tonnen an billigen, betrügerischen CO2-Zertifikaten entzieht. Zudem wurde die umstrittene Doppelanrechnung bestimmter Biokraftstoffe komplett gestrichen. All das stützt den CO2-Spotmarkt, der sich aktuell in einer Spanne von 250 bis 320 Euro pro Tonne stabilisiert hat.
🌊 Zulassungs-Tsunami erstickt den Preisauftrieb für 2026
Warum steigen die THG-Prämien für dein E-Auto trotz dieser guten politischen Nachrichten aktuell nicht an? Die Antwort liefert das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) mit den frischen Zahlen für das erste Quartal. Mit fast 160.000 neu zugelassenen reinen Elektroautos (BEV) – allein im März gab es ein Plus von über 66 Prozent zum Vorjahr – rollt eine beispiellose Welle an neuen Zertifikaten auf den Markt. Das Angebot an THG-Quoten wächst derzeit schlichtweg schneller als die gesetzlich vorgeschriebene Nachfrage der Mineralölkonzerne für 2026. Die Konzerne agieren extrem preissensibel und können ihren Bedarf für dieses Jahr problemlos und günstig decken.
💶 Neue UBA-Gebühren und die Realität der Flex-Tarife
Zusätzlich erhöht der Staat den finanziellen Druck auf die Anbieter. Seit Mitte April greift eine neue Gebührenverordnung: Das Umweltbundesamt (UBA) verlangt nun für Anträge auf Strommengenbescheinigungen saftige Gebühren von bis zu 6.500 Euro, abhängig vom Prüfaufwand. Das zwingt viele kleinere Vermittler in die Knie. In diesem toxischen Marktumfeld raten wir weiterhin dringend von Flex-Tarifen ab. Zwar locken einige Anbieter theoretisch mit Spitzenwerten, die real ausgezahlten Flex-Erlöse dümpeln laut aktuellen Marktanalysen jedoch oft weit unter den sicheren Fixprämien herum. Wer sich verzockt, wartet monatelang auf sein Geld und wird am Ende enttäuscht.
Diese Einschätzung ist unverbindlich und stellt keine Finanzberatung dar. Finde jetzt das beste Angebot im aktuellen THG Quoten Vergleich.
KW 15 · 12. April 2026
Liebe E-Auto-Fahrerinnen und Fahrer,
die Kalenderwoche 16 bringt Fundamentaldaten ans Licht, die den THG-Quotenmarkt in den kommenden Monaten massiv verändern werden. Während sich die Preise im tagesaktuellen Handel noch stabilisieren, zeigen die Indikatoren der Großhändler für die Zukunft steil nach unten. Wir haben für dich die taufrischen Zulassungszahlen, die Reaktionen der Mineralölkonzerne und den anhaltenden politischen Stau in Berlin analysiert, um dir die beste Entscheidungsgrundlage für deine Quote zu liefern.
📈 Historischer KBA-Rekord trifft auf fallende Terminkurven
Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat in dieser Woche die finalen Zahlen für den März veröffentlicht – und die haben es in sich: Mit über 70.000 neu zugelassenen reinen Elektroautos (BEV) gab es einen massiven Zuwachs von über 66 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. E-Autos haben damit erstmals reine Benziner bei den Neuzulassungen deutlich überholt. Was für die Verkehrswende eine großartige Nachricht ist, bereitet dem THG-Markt jedoch Sorgen. Genau in diesen Tagen reichen gewerbliche Flottenbetreiber ihre gebündelten Q1-Neuzugänge beim Umweltbundesamt (UBA) ein. Analysten warnen übereinstimmend vor einem gigantischen Zertifikate-Schwall, der ab dem Sommer auf den Markt prallen wird.
Die Folge zeigt sich bereits jetzt im Großhandel: Während der Spotpreis für eine Tonne CO2 aktuell noch bei soliden rund 301 Euro liegt, preisen institutionelle Händler das kommende Überangebot bereits hart ein. Die Terminkurven (Futures) für das Jahr 2027 notieren alarmierend niedrig bei nur noch rund 215 Euro pro Tonne. Der Markt befindet sich in einer klaren “Backwardation” – künftige Zertifikate werden mit massiven Preisabschlägen gehandelt.
🏛️ Hängepartie in Berlin zwingt Käufer in den Sichtflug
Verschärft wird die Lage durch den politischen Stillstand. Das “Zweite Gesetz zur Weiterentwicklung der THG-Quote” steckt im Bundestag fest. Branchenverbände schlugen diese Woche in einem Brandbrief Alarm, da die fehlende nationale Umsetzung der europäischen RED-III-Richtlinie für extreme Rechtsunsicherheit sorgt. Die Mineralölkonzerne reagieren mit absoluter Kaufzurückhaltung bei langfristigen Verträgen. Da jedoch mittlerweile rechtlich feststeht, dass für 2026 keine Übererfüllungen aus den Vorjahren mehr angerechnet werden dürfen und die Doppelanrechnung für bestimmte fortschrittliche Biokraftstoffe wegfällt, decken sich die Konzerne fast ausschließlich kurzfristig am Spotmarkt ein. Das stützt zwar aktuell noch die Liquidität im Tagesgeschäft, macht den Markt aber extrem anfällig für den anrollenden Angebotsüberhang aus dem E-Auto-Boom.
🇪🇺 EU-Regularien ziehen an
Auch auf europäischer Ebene werden in diesen Tagen wichtige Fristen ernst: Ab dem 14. April müssen Betreiber öffentlicher Ladesäulen (CPOs) gemäß der neuen AFIR-Verordnung ihre statischen und dynamischen Daten (inklusive Echtzeit-Verfügbarkeit und Ad-hoc-Preisen) zwingend in einem neuen, standardisierten Format bereitstellen. Zudem läuft Ende April die Frist für den ersten zwingend verifizierten Emissionsbericht im neuen EU-Emissionshandel (ETS II) für Gebäude und Verkehr ab. Diese regulatorischen Daumenschrauben erhöhen den administrativen Druck auf die Branche, bieten aber kurzfristig keinen Rettungsanker für die akute Preisschwäche am deutschen Terminmarkt.
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