THG Prämie 2026

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Die Preise sind aktuell auf gutem Niveau, warten wird sich mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit nicht lohnen. Unverbindliche Einschätzung auf Basis aktueller Marktdaten und der politischen Entwicklung rund um ETS II. Unsere Einschätzung zur weiteren Entwicklung der THG-Quote 2026 →
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Womit kannst du als E-Fahrer rechnen? Dieser Beitrag wird wöchentlich aktualisiert — aktuellste Einschätzung immer oben.


NEU
KW 17 · 26. April 2026
Unsere Einschätzung diese Woche
Der Bundestag hat das neue THG-Gesetz final verabschiedet! Während die Quoten ab 2027 politisch gewollt massiv anziehen, wird das laufende Jahr 2026 durch einen Rekord an E-Auto-Zulassungen mit Zertifikaten geflutet. Unsere Strategie: Sichere dir jetzt die Fixprämie für 2026, aber lehne mehrjährige Vertragsbindungen strikt ab.

Liebe E-Auto-Fahrerinnen und Fahrer, die Kalenderwoche 17 markiert einen historischen Meilenstein für die Elektromobilität in Deutschland. Am 23. April hat der Bundestag das lang erwartete Gesetz zur Weiterentwicklung der THG-Quote verabschiedet. Was als politischer Kompromiss begann, wurde in letzter Minute noch einmal deutlich verschärft. Gleichzeitig zeigen die neuesten Zulassungszahlen, warum die Preise im laufenden Jahr trotzdem nicht durch die Decke gehen. Wir haben die massive Datenflut der letzten Tage für dich gefiltert und zeigen dir, wie du dich jetzt positionieren musst.

🏛️ Bundestagsbeschluss: Starke Signale für die Zukunft

Die Tinte unter dem neuen Gesetz ist trocken und die Auswirkungen auf die Marktarchitektur sind gewaltig. Die THG-Minderungsquote wird bis 2040 schrittweise auf ehrgeizige 65 Prozent angehoben – deutlich mehr als die ursprünglich geplanten 59 Prozent. Für den Markt besonders wichtig: Dem massiven Betrug mit gefälschten Klimaschutzprojekten in China (UER-Projekte) wird endgültig der Stecker gezogen. Aktuell werden 45 von 69 dieser Projekte rückabgewickelt, was dem Markt rund 2 Millionen Tonnen an billigen, betrügerischen CO2-Zertifikaten entzieht. Zudem wurde die umstrittene Doppelanrechnung bestimmter Biokraftstoffe komplett gestrichen. All das stützt den CO2-Spotmarkt, der sich aktuell in einer Spanne von 250 bis 320 Euro pro Tonne stabilisiert hat.

🌊 Zulassungs-Tsunami erstickt den Preisauftrieb für 2026

Warum steigen die THG-Prämien für dein E-Auto trotz dieser guten politischen Nachrichten aktuell nicht an? Die Antwort liefert das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) mit den frischen Zahlen für das erste Quartal. Mit fast 160.000 neu zugelassenen reinen Elektroautos (BEV) – allein im März gab es ein Plus von über 66 Prozent zum Vorjahr – rollt eine beispiellose Welle an neuen Zertifikaten auf den Markt. Das Angebot an THG-Quoten wächst derzeit schlichtweg schneller als die gesetzlich vorgeschriebene Nachfrage der Mineralölkonzerne für 2026. Die Konzerne agieren extrem preissensibel und können ihren Bedarf für dieses Jahr problemlos und günstig decken.

💶 Neue UBA-Gebühren und die Realität der Flex-Tarife

Zusätzlich erhöht der Staat den finanziellen Druck auf die Anbieter. Seit Mitte April greift eine neue Gebührenverordnung: Das Umweltbundesamt (UBA) verlangt nun für Anträge auf Strommengenbescheinigungen saftige Gebühren von bis zu 6.500 Euro, abhängig vom Prüfaufwand. Das zwingt viele kleinere Vermittler in die Knie. In diesem toxischen Marktumfeld raten wir weiterhin dringend von Flex-Tarifen ab. Zwar locken einige Anbieter theoretisch mit Spitzenwerten, die real ausgezahlten Flex-Erlöse dümpeln laut aktuellen Marktanalysen jedoch oft weit unter den sicheren Fixprämien herum. Wer sich verzockt, wartet monatelang auf sein Geld und wird am Ende enttäuscht.

💡 Gut zu wissen: Vorsicht vor versteckten Kombi-Verträgen! Der Bundestag hat beschlossen, die gesetzliche Quote für das Jahr 2027 überraschend stark auf 17,5 Prozent anzuheben. Das wird die Nachfrage der Ölkonzerne und damit die Preise im nächsten Jahr spürbar in die Höhe treiben. Achte beim Abschluss für 2026 penibel darauf, dass du keine AGB-Klauseln akzeptierst, die deine Quote automatisch auch für 2027 an den Anbieter binden. Diese Flexibilität musst du dir zwingend bewahren!
Unser Fazit
Die Ampel steht auf Level 1 (Jetzt verkaufen). Das neue Gesetz ist langfristig ein Segen, wirkt preisstützend aber erst ab 2027. Für das laufende Jahr 2026 erstickt der massive Boom bei den E-Auto-Zulassungen jeden kurzfristigen Preissprung. Wir raten dir daher dringend, den aktuellen Bestpreis (wie oben in unserer Ampel angezeigt) jetzt als sichere Fixprämie abzusichern, bevor das Überangebot die Garantiepreise der Anbieter weiter nach unten drückt. Sichere dir die Auszahlung für 2026, aber bleibe vertraglich frei für das lukrativere Jahr 2027.

Diese Einschätzung ist unverbindlich und stellt keine Finanzberatung dar. Finde jetzt das beste Angebot im aktuellen THG Quoten Vergleich.

Frühere Updates

ARCHIV
KW 15 · 12. April 2026
Unsere Einschätzung diese Woche
Die Spotmarktpreise halten sich auf einem hohen Plateau, doch die Terminkurven für Ende 2026 und 2027 sacken deutlich ab. Ein historischer E-Auto-Zulassungsrekord im ersten Quartal wird im Frühsommer als gewaltiger Zertifikate-Schwall auf den Markt treffen. Wir raten dringend dazu, das aktuelle Preishoch jetzt abzusichern, bevor das zu erwartende Überangebot die Quotenwerte drückt.

Liebe E-Auto-Fahrerinnen und Fahrer,

die Kalenderwoche 16 bringt Fundamentaldaten ans Licht, die den THG-Quotenmarkt in den kommenden Monaten massiv verändern werden. Während sich die Preise im tagesaktuellen Handel noch stabilisieren, zeigen die Indikatoren der Großhändler für die Zukunft steil nach unten. Wir haben für dich die taufrischen Zulassungszahlen, die Reaktionen der Mineralölkonzerne und den anhaltenden politischen Stau in Berlin analysiert, um dir die beste Entscheidungsgrundlage für deine Quote zu liefern.

📈 Historischer KBA-Rekord trifft auf fallende Terminkurven

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat in dieser Woche die finalen Zahlen für den März veröffentlicht – und die haben es in sich: Mit über 70.000 neu zugelassenen reinen Elektroautos (BEV) gab es einen massiven Zuwachs von über 66 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. E-Autos haben damit erstmals reine Benziner bei den Neuzulassungen deutlich überholt. Was für die Verkehrswende eine großartige Nachricht ist, bereitet dem THG-Markt jedoch Sorgen. Genau in diesen Tagen reichen gewerbliche Flottenbetreiber ihre gebündelten Q1-Neuzugänge beim Umweltbundesamt (UBA) ein. Analysten warnen übereinstimmend vor einem gigantischen Zertifikate-Schwall, der ab dem Sommer auf den Markt prallen wird.

Die Folge zeigt sich bereits jetzt im Großhandel: Während der Spotpreis für eine Tonne CO2 aktuell noch bei soliden rund 301 Euro liegt, preisen institutionelle Händler das kommende Überangebot bereits hart ein. Die Terminkurven (Futures) für das Jahr 2027 notieren alarmierend niedrig bei nur noch rund 215 Euro pro Tonne. Der Markt befindet sich in einer klaren “Backwardation” – künftige Zertifikate werden mit massiven Preisabschlägen gehandelt.

🏛️ Hängepartie in Berlin zwingt Käufer in den Sichtflug

Verschärft wird die Lage durch den politischen Stillstand. Das “Zweite Gesetz zur Weiterentwicklung der THG-Quote” steckt im Bundestag fest. Branchenverbände schlugen diese Woche in einem Brandbrief Alarm, da die fehlende nationale Umsetzung der europäischen RED-III-Richtlinie für extreme Rechtsunsicherheit sorgt. Die Mineralölkonzerne reagieren mit absoluter Kaufzurückhaltung bei langfristigen Verträgen. Da jedoch mittlerweile rechtlich feststeht, dass für 2026 keine Übererfüllungen aus den Vorjahren mehr angerechnet werden dürfen und die Doppelanrechnung für bestimmte fortschrittliche Biokraftstoffe wegfällt, decken sich die Konzerne fast ausschließlich kurzfristig am Spotmarkt ein. Das stützt zwar aktuell noch die Liquidität im Tagesgeschäft, macht den Markt aber extrem anfällig für den anrollenden Angebotsüberhang aus dem E-Auto-Boom.

💡 Gut zu wissen: Das Umweltbundesamt (UBA) hat die Antragsbearbeitung für das Jahr 2025 diese Woche endgültig abgeschlossen und widmet sich nun voll den 2026er-Quoten. Aufgrund drastisch verschärfter Betrugsprüfungen (als Nachwehen der Biodiesel- und UER-Skandale) arbeitet die Behörde aktuell jedoch einen gewaltigen Stau ab und prüft erst Anträge mit Eingangsdatum Anfang Januar. Stelle dich auf mehrmonatige Wartezeiten bis zur Auszahlung ein. Erste kleinere THG-Plattformen mussten aufgrund dieser Verzögerungen bei der Vorfinanzierung von Express-Prämien bereits aufgeben.

🇪🇺 EU-Regularien ziehen an

Auch auf europäischer Ebene werden in diesen Tagen wichtige Fristen ernst: Ab dem 14. April müssen Betreiber öffentlicher Ladesäulen (CPOs) gemäß der neuen AFIR-Verordnung ihre statischen und dynamischen Daten (inklusive Echtzeit-Verfügbarkeit und Ad-hoc-Preisen) zwingend in einem neuen, standardisierten Format bereitstellen. Zudem läuft Ende April die Frist für den ersten zwingend verifizierten Emissionsbericht im neuen EU-Emissionshandel (ETS II) für Gebäude und Verkehr ab. Diese regulatorischen Daumenschrauben erhöhen den administrativen Druck auf die Branche, bieten aber kurzfristig keinen Rettungsanker für die akute Preisschwäche am deutschen Terminmarkt.

Unser Fazit
Das saisonale Verkaufsfenster schließt sich zusehends. Der historische Zuwachs an E-Autos im ersten Quartal wird unweigerlich zu einem massiven neuen Angebot an Zertifikaten führen. Da die Großabnehmer dieses Szenario für die kommenden Monate bereits fest einpreisen und die Politik keine schnellen, marktrettenden Quotenanhebungen liefert, ist unsere Empfehlung eindeutig: Warte nicht auf den Sommer. Sichere dir jetzt die attraktiven Fixprämien, wie oben in unserer Ampel zum Bestpreis angezeigt, bevor der Zertifikate-Schwall die Spotmarktpreise unter Druck setzt.

Diese Einschätzung ist unverbindlich und stellt keine Finanzberatung dar. Finde das für dich passende Angebot im aktuellen THG Quoten Vergleich.

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